Mobilität besteht längst nicht mehr nur aus dem eigenen Pkw, Bus und Bahn. In vielen Regionen ergänzen individuelle Fahrdienste das klassische Verkehrsangebot. Besonders wichtig sind solche Angebote für Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer Erkrankung oder eingeschränkter Beweglichkeit andere Verkehrsmittel nur eingeschränkt nutzen können.
Damit individuelle Beförderungsangebote zuverlässig funktionieren, müssen jedoch zahlreiche einzelne Fahrten koordiniert werden. Die Digitalisierung kann dabei eine wichtige Rolle übernehmen. Eine spezialisierte Krankentransport Software zeigt beispielsweise, wie sich die Disposition von Krankenfahrten innerhalb eines gemeinsamen digitalen Systems organisieren lässt.
Individuelle Mobilität funktioniert anders als Linienverkehr
Ein Linienbus folgt einer festgelegten Route und einem veröffentlichten Fahrplan. Bei individuellen Fahrdiensten entstehen dagegen täglich neue Kombinationen aus Abholort, Ziel und gewünschter Uhrzeit.
Das macht die Planung anspruchsvoller. Gleichzeitig erwarten Fahrgäste zu Recht eine möglichst verlässliche Abholung. Gerade bei medizinischen Terminen kann eine deutliche Verspätung problematisch sein.
Die Leitstelle muss deshalb laufend prüfen, welche Fahrzeuge verfügbar sind und welcher Auftrag sinnvoll in den bestehenden Tagesplan passt.
Digitale Daten schaffen einen gemeinsamen Informationsstand
Ein häufiges Problem in dezentral arbeitenden Unternehmen besteht darin, dass wichtige Informationen an unterschiedlichen Orten gespeichert sind. Ein Termin steht im Kalender, die Telefonnummer befindet sich in einer Kundendatei und eine kurzfristige Änderung wurde nur telefonisch weitergegeben.
Ein gemeinsames digitales System kann solche Brüche reduzieren. Fahrer und Disponenten arbeiten dadurch mit denselben Auftragsinformationen. Änderungen werden nachvollziehbarer und müssen nicht mehrfach übertragen werden.
Serienfahrten und Einzelaufträge zusammen planen
Im Krankenfahrdienst treffen zwei sehr unterschiedliche Arten von Aufträgen aufeinander. Auf der einen Seite stehen regelmäßig wiederkehrende Fahrten, beispielsweise zu medizinischen Behandlungen. Auf der anderen Seite gibt es einzelne oder kurzfristig angefragte Transporte.
Für eine sinnvolle Planung müssen beide Gruppen gemeinsam betrachtet werden. Wiederkehrende Fahrten belegen bereits feste Kapazitäten, während freie Zeiträume für weitere Aufträge genutzt werden können.
Digitale Kalender- und Ressourcenansichten können dabei helfen, diese Kapazitäten sichtbar zu machen.
Vernetzung betrifft auch das Fahrzeug unterwegs
Eine digitale Leitstelle allein reicht jedoch nicht aus. Ein großer Teil der täglichen Arbeit findet schließlich im Fahrzeug statt.
Fahrer benötigen Informationen über ihren nächsten Auftrag und müssen Änderungen möglichst zeitnah erhalten. Gleichzeitig ist für die Leitstelle wichtig zu wissen, welche Fahrten bereits abgeschlossen wurden.
Mobile Anwendungen können diesen Informationsaustausch unterstützen. Damit wird die Fahrtenplanung zu einem fortlaufenden Prozess statt zu einem Plan, der morgens erstellt und anschließend nur noch telefonisch verändert wird.
Digitale Organisation als Bestandteil moderner Mobilität
Bei der Diskussion über neue Mobilitätsformen wird häufig vor allem über Fahrzeuge und Infrastruktur gesprochen. Die organisatorische Ebene ist jedoch ebenso wichtig.
Ein Fahrzeug kann nur eine begrenzte Zahl an Fahrten pro Tag durchführen. Wie gut diese Kapazität genutzt wird, hängt stark von der Planung ab. Kürzere Leerwege, transparente Termine und aktuelle Informationen können deshalb einen erheblichen Unterschied machen.
Gerade spezialisierte Mobilitätsangebote zeigen, dass Digitalisierung nicht zwangsläufig ein völlig neues Verkehrsmittel hervorbringen muss. Häufig liegt der Fortschritt darin, vorhandene Angebote besser miteinander zu koordinieren. Für Fahrgäste ist am Ende weniger entscheidend, welche Software im Hintergrund arbeitet. Wichtig ist, dass die benötigte Fahrt zuverlässig organisiert werden kann.




